Motivation für die Gründung des Arbeitskreises im September 1979 waren die bestehenden Defizite im Umgang mit dem Erkrankungsbild "Rheuma im Kindes- und Jugendalter". Heute ist die medizinische Versorgung der in Deutschland an Rheuma erkrankten Kinder sichergestellt. Wie sieht es aber mit der Betreuung der Eltern aus?
Wenn ein Kind an Rheuma erkrankt, verändert sich nicht nur sein eigenes Leben, sondern auch der Alltag der ganzen Familie. Deshalb setzt sich der Arbeits- und Informationskreis "Eltern rheumakranker Kinder" nicht nur für die betroffenen Kinder ein, sondern auch für deren Eltern und Geschwister.
Das Engagement der Eltern beeinflusst entscheidend den weiteren Weg ihrer Kinder im Umgang mit der Erkrankung. Für viele Eltern ist es schwierig, Entscheidungen und auch Verantwortung in Bezug auf Therapie und Medikamente für ihre rheumakranken Kinder zu übernehmen, ohne letztlich deren Konsequenzen überblicken zu können. Sie geraten hier in Gewissenskonflikte. Die Eltern müssen versuchen, in krankheitsbedingten schwierigen Phasen ihren Kindern zur Seite zu stehen, aber in den übrigen "guten" Phasen Unterstützung zur eigenständigen Entfaltung zu geben.
Nicht nur die unmittelbar durch die Krankheit bedingten Probleme können schwerwiegend sein. Dazu kommen viele kleine und große Schwierigkeiten im Alltag, die von der Familie zu bewältigen sind. Hier leisten Elternkreise wichtige Arbeit. Denn wer kann bei diesen Problemen nicht bessere Hilfestellungen, Tipps und Ratschläge geben als Betroffene, die bereits einschlägige Erfahrungen gemacht haben?